ArcelorMittal

Neuer Pfannenofen für Hamburger Stahlwerke

Hamburg, 25. März 2013 - ArcelorMittal hat heute einen neuen Pfannenofen im Hamburger

Stahlwerk eingeweiht. Bei der Zeremonie war Wirtschaftssenator Frank Horch anwesend.

Pfannenöfen dienen zur „Verfeinerung“ des Flüssigstahls. Je nach Stahlsorte kommen im Pfannenofen verschiedene Legierungselemente hinzu, die dem Stahl die gewünschten Eigenschaften verleihen. Bevor die Schmelze nach etwa 50 Minuten an die Stranggießanlage übergeben wird, wird der flüssige Stahl bis auf wenige Grad genau auf die richtige Gießtemperatur gebracht.

"Der neue Pfannenofen, für den wir 3,5 Millionen Euro investiert haben, wird entscheidend zu einer weiteren Verbesserung der Qualität unseres Walzdrahts beitragen", sagt Lutz Bandusch, CEO von ArcelorMittal Hamburg.

Qualitätsdrähte stellen hohe Anforderungen an den Reinheitsgrad des Stahls. So sind beispielsweise Reifeneinlegedrähte am Ende nicht dicker als ein Haar, und bei kleinsten Verunreinigungen im Stahl kommt es zu Verarbeitungsproblemen. Mit dem zusätzlichen Pfannenofen verlängert sich die Behandlungszeit, so dass es möglich wird, auch diese empfindlichen Qualitäten mit optimalem Ergebnis zu produzieren. Außerdem verfügt der Ofen über eine neu konstruierte Drahteinspulmaschine, mit der Zuschläge in Form von Draht in den Ofen eingespult werden können.

"Unser Hamburger Werk gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Qualitätswalzdraht. Wir sind fest davon überzeugt, dass ArcelorMittal in Hamburg auch in Zukunft hochwertige Produkte herstellen wird", unterstreicht Arnaud Poupart-Lafarge, CEO des Segments für Langprodukte in Europa, zu dem das Hamburger Werk gehört.

ArcelorMittal Hamburg wurde 1969 als Hamburger Stahlwerke GmbH gegründet. Eine Besonderheit besteht in der eigenen Direktreduktionsanlage, der einzigen in Westeuropa, in der bis zu 600 000 Tonnen Eisenschwamm pro Jahr erzeugt werden. Außerdem gehört ArcelorMittal Hamburg in die Spitzengruppe der weltweit führenden Werke in den Bereichen Produktivität und Energieeffizienz.

Die Lage im größten deutschen Seehafen sichert wichtige logistische Vorteile.